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Tugenden und Laster in der Kunstgeschichte

5. Juni 2026, 15:30

Freitag, 05. Juni 2026
„Tugenden und Laster in der Kunstgeschichte“ 
VORTRAG MIT LICHTBILDERN
Vortragende: Dr. Ilse Friesen, Bewohnerin
Beginn: 15:30 Uhr
Freier Eintritt 

Schon uralte Mythen bezeugen, dass der Mensch sowohl liebevoll-charismatische als auch problematisch-gefährliche Veranlagungen als innere Kräfte in sich trägt, die „gesteuert“ oder „kultiviert" werden müssen, um zum 
Wohl des Einzelnen, sowie auch der Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens beizutragen. Es gab also schon in der Antike „Anweisungen“ und Aufzählungen in Form einer Reihung von Tugenden und Lastern, 
die dann in der christlichen Tradition mit der heiligen Zahl 7 verbunden wurden.  So wurden 7 Kardinaltugenden den 7 Todsünden gegenübergestellt. „Superbia“ oder Hochmut wurde allerdings oft an die erste Stelle gereiht, sozusagen als Ursprung von 
allem Übel (wie einst bei Adam und Eva). Dieses reiche Themenangebot von Tugenden und Lastern war für bildende Künstler besonders anregend, vor allem für Bosch und Brueghel, sodass diese teils sarkastischen, 
teils tiefgründigen Darstellungen uns auch heute noch viel „zu sagen“ haben. Vielleicht erkennen wir darin sogar Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen?  Prof. Dr. Ilse Friesen ist promovierte Kunsthistorikerin, 
studierte in Kanada auch Theologie und unterrichtete „Fine Arts“ an verschiedenen Universitäten.

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