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VERNISSAGE ZUR AUSSTELLUNG  „Alte Meister – neue Zeiten“

8. September 2026, 16:00

Dienstag, 08. September 2026
VERNISSAGE ZUR AUSSTELLUNG 
 „Alte Meister – neue Zeiten“ von Elisabeth Slavkoff, Bewohnerin
Beginn: 16:00 Uhr
Freier Eintritt

Elisabeth Slavkoffs Leben und künstlerisches Schaffen sind tief von ihren Einflüssen und Erfahrungen geprägt. Ihre familiäre Herkunft – ein Chirurgenvater mazedonischer Abstammung und eine Mutter, die Schülerin Josef Hoffmanns war – legte den Grundstein 
für ihre künstlerische und intellektuelle Entwicklung. Ihre frühe Bildung an der Kloster Schule Notre Dame de Sion sowie am Gymnasium, wo eine Kunstgeschichtslehrerin ihr Interesse an Künstlern wie Beckmann und Picasso weckte, formten ihre künstlerische Neugier.  
Das Jurastudium empfand sie als wenig inspirierend, fand aber durch Auslandsaufenthalte in Lausanne (Französisch/Film) und Madrid (Spanisch/Kunstgeschichte) neue Impulse. Dort lernte sie den Avantgarde-Dichter José Antonio de Cácere kennen, mit dem 
sie eine lebenslange Freundschaft verband und dessen Gedichte sie illustrierte. Nach dem Doktorat wurde stellvertretende Handelsdelegierte in New York. Dort vertiefte sie ihre Kenntnisse am MoMA und setzte sich intensiv mit Kunst auseinander. Weitere berufliche Stationen 
führten sie nach Montreal, Chicago, Vancouver und als Geschäftsträgerin nach Quito, Ecuador.  Ihre Karriere im diplomatischen Dienst setzte sie als Kulturrätin in Beijing fort und beschäftigte sich mit der chinesischen Avantgarde. Eine Versetzung nach Europa (Straßburg, Brüssel) ermöglichte ihr, ihre Leidenschaft für Kunst mit ihrem Partner Jean Pierre 
zu teilen und europäische Gross-Ausstellungen zu besuchen. Als Direktorin für Regionalpolitik hatte sie Einblicke in kulturelle Schätze wie das byzantinische Museum in Thessaloniki und das Book of Kells. Nach dem Ende ihrer Karriere im Jahr 2001 widmete sich Elisabeth 
Slavkoff voll und ganz der Kunst. Nach der St. Lukas Kunsthochschule in Brüssel, machte sie eine handwerkliche Ausbildung bei Faber Castell in Nürnberg und besuchte Sommerkurse an der Slade School of Fine Art in London. Ein Masterstudium am Courtauld Institute in London schloss mit einer Diplomarbeit „Alternative Modernity, Contemporary Art in Shanghai“ mit Auszeichnung ab. Ihre zahlreichen Reisen inspirierten sie zu Skizzenbüchern, die sie zu Bildern verarbeitete. Philosophisch beeinflusst von der Frankfurter Schule und der Postmoderne, machte sie ein Grund-Studium in Kalligrafie und traditioneller chinesischer Malerei an der China Academy of Arts, wo sie zum Daoismus fand. Ihre Kunst, die stark von China und ihren Reisen geprägt ist, thematisiert in ihren Werken oft die Verbindung von alten Meistern, ihren Lehrern, zu neuen Zeiten.

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